Train-the-Trainer Stressbewältigung nach SGB V § 20 Abs. 1: Worauf Sie bei der Auswahl Ihres Ausbildungsinstitutes achten sollten

München, 06.05.2015 – Der Ende Januar veröffentlichte „Depressionsatlas 2015“ der Techniker Krankenkasse bestätigt erneut: Die durch Stress verursachten Depressionen sind ein ernstzunehmendes Problem. 31 Mio. Fehltage gingen 2013 auf das Konto von depressiver Episoden und chronischer Depressionen. Stress am Arbeitsplatz gilt dabei als Hauptursache. Diese Tendenz steigender Krankheitsfälle durch psychosomatische Beschwerden ist alarmierend. Nicht nur persönlich Betroffene können sich Hilfe bei ganzheitlichen Beratern holen, auch Firmen setzen immer mehr auf Coaches zur Stressbewältigung bei ihren Mitarbeitern.

So groß der Bedarf an Stress- und Burnout-Prophylaxe-Coaches ist, so umfangreich ist auch das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten. Doch bei der Auswahl eines geeigneten und seriösen Ausbildungsinstituts ist Vorsicht geboten. „Coaches arbeiten mit der Psyche des Menschen und tragen eine sehr hohe Verantwortung ihren Klienten gegenüber. Eine solide Ausbildung ist die Grundvoraussetzung, um die Funktion des Stress- oder Burnout-Prophylaxe-Coaches gewissenhaft ausüben zu können“, rät Norbert Hüge, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bundesverbandes für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V. (DBVB). Bei der Entscheidung für ein Ausbildungsinstitut empfiehlt es sich, ausreichend Zeit für den Vergleich der Angebote einzuplanen.

Das richtige Ausbildungs-Angebot finden
Die Güte einer Ausbildung hängt nicht alleine von der Ausbildung selbst ab, sondern muss im Zusammenhang mit den Vorkenntnissen, Fähigkeiten, Vorlieben, den individuellen Zielen eines Teilnehmers und den Rahmenbedingungen der Veranstaltung gesehen werden. Eine erste Orientierung bei der Suche des richtigen Instituts bieten die Datenbanken der Coaching-Verbände. Jeder Verband definiert Qualitätskriterien für seine Mitglieder. Das mindert das Risiko an unseriöse Anbieter zu geraten erheblich.

10 Punkte zum Check eines guten Trainings-Anbieters
Wie die meisten Verbände verfügt auch der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V. (DBVB) über einen Zertifizierungsprozess seiner Mitglieder. Dem Verband angehörende Akademien müssen folgende Aufnahme - und Qualifizierungskriterien erfüllen:
• In kleinen Gruppen (6-14 TN) lehren
• Modular aufgebaute Schulungen anbieten
• Mehrere qualifizierte Dozenten (fachspezifisch zu entscheiden nach Inhalten und Trainerkompetenz) haben (nur die Person kann nachhaltig Wissen vermitteln, die auch täglich mit diesem Lehrstoff in der Praxis arbeitet und darauf spezialisiert ist)
• Wissen auf dem aktuellen Stand (stetige Weiterbildung der Dozenten)
• Möglichkeit der Vertiefung der Lerninhalte in Peergruppen
• Der Weiterbildungsgang ist curricular aufgebaut. Das Curriculum sollte einen Quereinstieg ermöglichen.
• Räumliche Gegebenheiten – Veranstaltungsorte, Veranstaltungsräume, Büro
• Die verantwortliche Leitung eines Weiterbildungsganges besteht aus bis zu zwei „Lehrenden für Burnout-Prophylaxe“
• Die Weiterbildung wird durch das Institut kontinuierlich und angemessen evaluiert
• Das antragstellende Institut ist Mitglied in einem qualifizierten Verband
Qualifizierte Train-the-Trainer Angebote

Zum Thema Stressbewältigung bieten eine Reihe von qualifizierten Instituten umfangreiche Weiterbildungsseminare an, die sich speziell an Psychologen und Pädagogen, Sozialpädagogen/Sozialarbeiter, Gesundheits- und Sozialwissenschaftler sowie an Ärzte/Betriebsärzte richten und deren Stressbewältigungs-Programme von den Krankenkassen anerkannt sind.

Der DBVB empfiehlt das Angebot der folgenden Institute (in alphabetischer Reihenfolge):

FITMEDI-Akademie: Seminar “Stressmanagement Trainer”
Das „Stressmanagement-Trainer“ Seminar der FITMEDI-Akademie lehrt nach den Ansätzen von Meichenbaum. Die Ausbildung ist in drei Themenblöcke aufgeteilt: Einführung und Grundlagen von Stress, die drei Säulen des multimodalen Stressmanagements sowie Methoden, Techniken und Übungen zur Stressbewältigung, Stressvermeidung und Stressreduktion. Die Teilnehmer erlenen als selbstständiger Stressmanagement Trainer Seminare zu leiten und im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements tätig zu werden.
Infos: www.fitmedi-akademie.de

GKM-Institut: Train-the Trainer-Seminar “Stressmanagement”
Die Schulung bietet eine fundierte Qualifikation für die praktische Arbeit mit Verhaltenstrainings zum Stressmanagement. Grundlage hierfür ist das Gesundheitsförderungsprogramm “Gelassen und sicher im Stress”. Für eine selbständige Kursleitertätigkeit erwerben die Teilnehmer vor allem praktische Kompetenzen in der Methodik einzelner Trainingsbausteine und in der Leitung strukturierter Gruppen. Infos: www.gkm-institut.de

MILD-Akademie: Train-the-Trainer „Gesund bleiben im Stress“
Die MILD Akademie vermittelt mit ihrem Train-the-Trainer Seminar „Gesund bleiben im Stress“ ein von der Professor Dr. Maaßen Stiftung empirisch entwickeltes und ständig verfeinertes Training zur Stressbewältigung. Das Besondere an diesem Programm ist, dass es ein Achtsamkeitstraining (Elemente der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion, MBSR) beinhaltet und gleichzeitig ein psychosoziales Stressbewältigungstraining umfasst. Die Teilnehmer erlenen die Befähigung, dieses Programm selbst als Kursleiterin/ Kursleiter anzubieten und mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenzuarbeiten. Infos: www.mild-akademie.de

Alle diese Aus- oder Weiterbildungen bieten lediglich einen Einstieg in die Arbeit als Stress- oder Burnout-Prophylaxe-Coach. Es ist in jedem Fall ratsam, sich weiter zu qualifizieren um nachhaltig mit Betroffenen arbeiten zu können.

Für Interessierte, die wissen wollen, was angehende Coaches im Rahmen ihrer Erstausbildung lernen sollten, steht Ihnen der DBVB beratend zur Seite. Weitere Informationen und Ausbildungs-Angebote von qualifizierten Akademien erhalten Sie unter www.dbvb.org.

Über den DBVB
Der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V. ist ein gemeinnütziger, firmenunabhängiger und politisch freier Verband, der u.a. die Ziele verfolgt, die Qualität von Ausbildungen zu festigen und zu stärken, sowie höhere Markttransparenz im Anbietermarkt zu gewährleisten. Somit werden einerseits die Aufklärung der Gesellschaft zu Burnout und zu den Möglichkeiten von Prävention und Prophylaxe gefördert. Andererseits werden die Entwicklung von Standards sowie eine mögliche Zertifizierung für Anbieter, die im Markt tätig sind, vorangetrieben.
Der DBVB möchte damit einen gesellschaftlichen Beitrag zur Identifikation, Bekämpfung und Prophylaxe von Ursachen und Risiken im Bereich Burnout leisten.

Verbandskontakt
Deutscher Bundesverband für Burnout-Prophylaxe e.V.
Vorsitzender: Norbert Hüge
Emil-Geis-Str. 32
81379 München
Tel. +49(0)89 379 420 56
Mail. office@dbvb.org
Web. www.dbvb.org

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